Am Mittwochabend  trafen sich unter diesem Motto über 20 junge Leute zur einem Vortrag im Kreisbüro von Bündnis 90 / die Grünen in Ludwigsburg. Unser Referent war René Schärling, der als Campaigner im Bereich Ernährung bei PETA Deutschland arbeitet.

Nach einer kurzen Vorstellung der größten Tierrechtsorganisation in Deutschland stellte er den Kernsatz von Peta vor: „Tier sind nicht dazu da, dass wir sie essen, dass wir sie anziehen, dass wir an ihnen experimentieren, dass sie uns unterhalten müssen oder dass wir sie auf andere Weise ausbeuten oder misshandeln.“ Schwerpunkt des Abends war neben dem Tierschutz, der Blick auf die Zusammenhänge zwischen der Tierwirtschaft und den massiven Umweltprobleme unserer Zeit. So gehen nach neuesten Studien der Böll-Stiftung und Greenpeace, Berichte davon aus, dass bis 2050 über 50 % der Treibhausgasemissionen aus der Milch und Fleischindustrie stammen könnten. Auch der Raubbau und Flächenfraß für Weideflächen, Anbau von Futtermitteln im Regenwald aber auch in Europa tragen zur Klimakatstrophe bei. So kommen knapp 90 % des weltweit angebauten Sojas für die Tierwirtschaft aus der Region des Amazonasregenwaldes. Größter Importeuer ist Deutschland. Der Referent zeigt weiter die CO2 Äquivalente pro kg von verschiedenen Lebensmitteln auf. So werden durch ein Kilogramm Schweinfleisch 7,9 . kg- CO2 Äquivalente produziert wogegen bei Gemüse und Obst lediglich 0,8 kg entstehen. Der letzte Teil seines Vortrages war den Lösungsmöglichkeiten gewidmet wie man das Klima schützen sowie Gesund und ohne Tierleid leben kann. So kann die Vermeidung von Plastikmüll ca. 5-10 kg CO2/Jahr einsparen, der Kauf von regionalen Produkten bereits ca. 250 kg CO2/Jahr, das größte Sparpotenzial hat aber klar die vegane Ernährung mit bis zu 1,3 Tonnen CO2 weniger im Jahr.

Nach vielen Zahlen stellen die Teilnehmer*innen in der anschließenden Diskussion viele Fragen u.a. „Wie steht Peta zum Thema Haustiere und Zoos?“, „Wie entwickelt sich das Wild ohne Jagd?“, „Vegane Ernährung in der Schwangerschaft und bei Kindern?“ oder „Wie gehen wir mit Vorurteilen um?“ Nach einer lebenhaften Diskussion haben die Teilnehmer*innen einen Starterleitfaden für vegane Ernährung, sowie einen Saisonkalender für Obst und Gemüse erhalten.